Das Kind: "Akteur seiner Entwicklung"
Du Kind... Das Bild vom Kind prägt unsere Arbeit! Dieses über 60 Jahre alte Zitat von Janusz Korczak, einem bedeutenden jüdischen Pädagogen des 20. Jahrhunderts, hat auch heute noch eine große Bedeutung. Es beeinflusst unsere pädagogische Haltung zum Kind. Kinder sind von sich aus hoch entwicklungsfähige und nach Entwicklung strebende Energiebündel, die von Beginn an mit allen Kräften bemüht sind, sich ein Bild von der Welt zu machen und darin handlungsfähig zu sein. Wir sehen daher in unseren Kindern individuelle, selbständig handelnde, liebenswerte Persönlichkeiten, die sich in ihren Tätigkeiten und sozialen Kontakten selbst organisieren. Das Kind ist "Akteur seiner Entwicklung". Die Forschung und Wissenschaft im Bereich der frühkindlichen Pädagogik geht davon aus, dass Kinder von sich aus hoch entwicklungsfähige und nach Entwicklung strebende Energiebündel sind, die von Beginn an mit allen Kräften bemüht sind, sich ein Bild von der Welt zu machen und darin handlungsfähig zu sein. Das heißt für uns: Kinder sind individuelle, selbständig handelnde, liebenswerte Persönlichkeiten, die sich in ihren Tätigkeiten und sozialen Kontakten selbst organisieren. Das Kind ist "Akteur seiner Entwicklung". Kinder haben von sich aus ein gutes Gefühl dafür, was sie brauchen und was ihnen gut tut. In sicherer und vertrauter Umgebung erkunden Kinder neugierig und interessiert ihre Umwelt und setzen sich mit Eindrücken, Inhalten und Problemen auseinander. Sie brauchen das Gegenüber und erproben im Umgang mit Anderen ihr Verhalten. So entwickeln sie soziale Stärken und Fähigkeiten. Wir als Erwachsene begleiten die Kinder in ihrem Tun, stehen ihnen als Beraterin, Ansprechpartnerin oder Freundin zur Verfügung, geben Impulse und schaffen eine anregende und herausfordernde Umgebung. In vielen pädagogischen Fachzeitschriften wird die "Offene Arbeit" als ein Konzept benannt, das den Bedürfnissen von Kindern in ihrem Entwicklungs- und Bildungsprozess in hohem Maße gerecht werden kann. Ausbildungsstätten für Erzieherinnen bereiten theoretisch auf die Arbeit in offenen Kindergärten vor, sodass dieses Konzept in immer mehr Kindertageseinrichtungen seine Umsetzung findet, natürlich mit sehr unterschiedlichen Strukturen und Schwerpunkten. Die aktuelle Ausführung der Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertageseinrichtungen in Rheinland- Pfalz bestätigt und bestärkt uns in unserer pädagogischen Haltung und Erziehungstätigkeit, indem sie die lernmethodische Kompetenz des Kindes definiert und ganz deutlich unterstreicht! Zitate aus den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen (Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend, 2004)
Konkret bedeutet das "Offene Arbeiten" bei uns:
Das Einbeziehen aller Räumlichkeiten mit klar unterschiedenen Inhalten und Angeboten ist für unsere Arbeit eine wichtige Grundvoraussetzung. Unsere Einrichtung öffnet sich dem nahen Umfeld, damit die Kinder den Kindergarten und ihre familiären Erfahrungen als eine homogene, verbundene Welt erleben. Die Angebote in unseren Funktionsbereichen basieren auf den Interessen und Bedürfnissen der Kinder, die wir Erzieherinnen durch Beobachtungen und in Gesprächen erkennen. Wir verstehen uns in diesem Bereich sowohl als Lehrende, als auch als Lernende, die sich gemeinsam mit dem Kind neue Themen und Erkenntnisse, neue Umsetzungsmöglichkeiten und Handlungsstrategien erarbeiten. Über diese Eigenaktivität erhalten die Kinder die Möglichkeit, in eigenen Schritten und eigenem Tempo Sinnzusammenhänge zu entwickeln und zu begreifen.
Lernen ist mit unmittelbaren Handlungen verbunden, ist handelnde Auseinandersetzung mit der Welt.
Mit dieser wachsenden Selbständigkeit bilden sich die erforderlichen Kompetenzen zum Handeln und Lernen beim Kind heraus. |





